Postdocs an deutschen Universitäten: Struktur- und Personalentwicklung

Inhalte und Ziele

In dieser Arbeitsgruppe möchten wir die sehr vielfältigen Rahmenbedingungen von Postdocs an deutschen Universitäten systematisch näher beleuchten. Im Positionspapier des UniWiND-Vorstands zu Rahmenbedingungen in der Postdoc-Phase (2017) gibt des folgende Definition des Begriffs „Postdoc“: „UniWiND versteht unter der Gruppe der Postdocs alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach der Promotion in Beschäftigungsverhältnissen oder mit Stipendien (i. d. R. bis 6 Jahre nach der Promotion).“ In der Praxis sind die Definitionen des Status „Postdoc“, die Einrichtungen für sich verwenden, die dazugehörigen Rahmenbedingungen sowie Unterstützungsangebote sind von Universität zu Universität, oft sogar schon von Fakultät zu Fakultät sehr unterschiedlich.

Für die bestmögliche Unterstützung dieser entscheidenden Karrierephase, eine Professionalisierung der Arbeitsbedingungen und Angebote und ggf. auch für eine bessere Vergleichbarkeit und eine Identifikation von Qualitätskriterien, sind die Ziele dieser Arbeitsgruppe:

  1. die vorhandene Mannigfaltigkeit aufzuzeigen,
  2. Best Practices für die Verankerung von Postdoc-Stellen darzulegen und
  3. Empfehlungen für konkrete Angebote zu konzipieren, mit denen Graduierteneinrichtungen Postdocs fördern, exzellente Postdocs früh identifizieren und Karrieren gezielter unterstützen können.

Hierbei ist uns wichtig, dass wir neben „weichen“ Unterstützungsangeboten wie Beratungen oder Workshops, dezidiert auch den Umgang mit Stellenkategorien in die Arbeit der AG einfließen lassen, wie auch die Ausgestaltung des WissZeitVG, die Frage von Qualifikationszielen und Befristungsgründen sowie auch der Umgang mit den ganz individuellen Zielen der Postdocs, die sich oftmals von den gegebenen Rahmenbedingungen unterscheiden.

Graduierteneinrichtungen spielen hierbei eine zentrale Rolle. In den letzten Jahren haben sie sich vermehrt der Unterstützung von Postdocs gewidmet oder bauen entsprechende Angebote gerade auf. Gleichzeitig unterstützen sie Universitätsverwaltungen vielerorts bei der Ausgestaltung von Rahmenbedingungen. Darüber hinaus soll in die AG auch Fachwissen aus der Kernverwaltung einfließen, wie z. B. aus Personalabteilungen und der Drittmittelverwaltung, damit die entwickelten Vorschläge auch rechtssicher umgesetzt werden könnten.


Koordination

Dr. Linda Jauch, Universität Hamburg