UniWinD Lunch Session zum Thema Generative künstliche Intelligenz in der Promotion GWP-konform nutzen: aktuelle Leitlinien, Herausforderungen und Empfehlungen
mit Dr. Katrin Frisch, Ombudsgremium für die wissenschaftliche Integrität in Deutschland, am 11. März 2026
Generative künstliche Intelligenz (genKI) eröffnet neue Möglichkeiten für die wissenschaftliche Arbeit, birgt jedoch gleichzeitig komplexe Herausforderungen hinsichtlich der guten wissenschaftlichen Praxis (GWP). Während KI-Tools generell als Hilfsmittel zugelassen sind, kann unzulässige oder unsachgemäße KI-Nutzung zu wissenschaftlichem Fehlverhalten führen.
Orientierung können die KI-Policies von wissenschaftlichen Verlagen sowie KI-Leitlinien verschiedener (außeruniversitärer) Forschungseinrichtungen bzw. Hochschulen bieten. Die Entwicklung von KI-Leitlinien speziell für die Promotion steht an vielen Hochschulen und Forschungseinrichtungen jedoch weiterhin an. Promovierende sind daher mit einer heterogenen Policy-Landschaft konfrontiert, die momentan noch viele Leerstellen und ungeklärte Detailfragen aufweist. Dies sorgt für Unsicherheit, wie genKI in der Promotion genutzt werden kann und wie die Nutzung deklariert werden muss.
In dieser Lunch Session werden bestehende Leitlinien verschiedener wissenschaftsrelevanter Akteure vorgestellt sowie anhaltende Herausforderungen erörtert. Im Fokus stehen dabei Fragen, wie der Einsatz von KI in Dissertationen transparent und angemessen offengelegt werden kann, was beim Einsatz von generativer KI aus Sicht der GWP beachtet werden sollte sowie was derzeit als gute Forschungspraxis im Hinblick auf genKI gilt, insbesondere auch bei Peer-Reviews und der Nutzung von KI-generierten Abbildungen.
Dr. Katrin Frisch arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Ombudsgremium für die wissenschaftliche Integrität in Deutschland zu den Themen Forschungsdaten sowie künstliche Intelligenz und gute wissenschaftliche Praxis.