Förderung internationaler Karrierewege des wissenschaftlichen Nachwuchses

Viele deutsche Universitäten unterstützen den Aufbau internationaler wissenschaftlicher Netzwerke, fördern den internationalen Austausch und rekrutieren internationale Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler, um die Internationalität in Forschung und Graduiertenausbildung zu steigern. Hierdurch sind die Karrierewege promovierter Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler vielfältig und von verschiedenen nationalen Wissenschaftssystemen geprägt. Oft ist unklar, wie sich die Internationalisierung auf die eigene Karriere auswirkt. Daher steigen mit zunehmender Internationalisierung auch die Herausforderungen an Graduiertenakademien Nachwuchswissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftler bezüglich internationaler Karrierewege zu beraten. Zudem stellt der Übergang nach Abschluss der Promotions- oder Postdoc-Phase in eine nachfolgende Beschäftigungsphase für viele – deutsche und internationale – Promovierte eine Herausforderung dar. Zwei Arbeitsgruppen beschäftigen sich mit Teilaspekten des Themas.

Arbeitsgruppe 1 beleuchtet internationale „Wissenschaftssysteme und Wissenschaftskulturen im Vergleich“. Arbeitsgruppe 2 erstellt einen Vergleich von Best Practices der UniWiND-Mitgliedsuniversitäten im Bereich „Förderung internationaler Karrierewege des wissenschaftlichen Nachwuchses.“

Arbeitsgruppe 1: Wissenschaftssysteme und Wissenschaftskulturen im Vergleich

Die Erarbeitung eines vergleichenden Überblicks über Wissenschaftssysteme und -kulturen relevanter Länder  bzw. Regionen, mit einem hohen Anteil der „Incomings“ an deutschen Universitäten, steht im Zentrum der Arbeitsgruppe. Hierbei soll sich auf möglichst unterschiedliche Wissenschaftssysteme fokussiert werden. Auf diese Weise sollen strukturelle Unterschiede und damit verbundene Erwartungshaltungen sichtbar gemacht und somit letztlich die Beratung dieser „Incomings“ an deutschen Universitäten weiter professionalisiert werden.

Koordination:
Dr. Susanne Kruse, Medizinische Hochschule Hannover

Arbeitsgruppe 2: Vergleich von Best Practices im Bereich „Förderung internationaler Karrierewege des wissenschaftlichen Nachwuchses“


Die Arbeitsgruppe möchte alle UniWiND-Mitgliedsuniversitäten zu den gegenwärtig bestehenden Angeboten im Bereich „Förderung internationaler Karrierewege“ befragen und auf dieser Grundlage einen Überblick über Standards und Best Practices erarbeiten. Bei der Umfrage sollen Angebote für „Incomings“ und „Outgoings“ abgefragt werden.

Neben einem besseren Überblick über bestehende Angebote soll ein solcher Vergleich Denkanstöße für alle Universitäten zur Weiterentwicklung ihrer Angebote geben. Gleichzeitig eröffnen sich so eventuell Möglichkeiten für universitätsübergreifende Kooperationen.

Im letzten Schritt beabsichtigt die AG die Ergebnisse der beiden Arbeitspakete zusammenzuführen: inwieweit stellen die momentanen Angebote und Best Practices zur Förderung internationaler Karrierewege bereits eine geeignete Grundlage dar, um auf die länderspezifischen strukturellen und kulturellen Unterschiede und die damit verbundenen impliziten und expliziten Erwartungshaltungen angemessen eingehen zu können – und welche bestehenden „Lücken“ gilt es dringlich zu schließen? Welche Rolle kommt dabei den fächerübergreifenden Graduierteneinrichtungen zu? Hinter all diesen Punkten steht letztlich die Frage, warum mehr „Internationalisierung“ für Universitäten wichtig und gewinnbringend ist und welche Maßnahmen üblicherweise damit schwerpunktmäßig verbunden werden.

Koordination:
Dr. Sigrun Wegener-Feldbrügge, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf